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Brandschutzunterweisung einmal anders

„Hilfe, es brennt bei uns im Keller, fünf Bewohnerinnen werden noch vermisst“. Mit diesem Notruf wurden jetzt die Wehrmänner der Löschgruppe Lipperbruch in die Uhlandstrasse gerufen.

lp4 lp1 In einem dortigen Wohnheim für Kinder und Jugendliche wurden die Evakuierung des Gebäudes und die Brandbekämpfung im Rahmen einer Brandschutzunterweisung trainiert. Für die neun im Einsatz befindlichen Wehrmänner, die unter der Führung von Brandmeister Ansgar Grün an der Übung beteiligt waren, hatte Ausbilder und Brandinspektor Frank Baier mit Hilfe der Bewohnerinnen, der Mitarbeiterinnen und einer Nebelmaschine eine realistische Übungslage vorbereitet.

Erst vor wenigen Tagen hatte Frank Baier eine theoretische Brandschutzunterweisung im Wohnhaus durchgeführt. Themen wie die Sicherheit im Gebäude, der Alarmplan der Einrichtung, der Ablauf einer Evakuierung und das richtige Absetzen des Notrufes standen ebenso wie die Bekämpfung von Kleinbränden und einer Aufklärung über die Vorgehensweise der Feuerwehr auf dem umfangreichen Ausbildungsprogramm. „Unser Ziel bei diesen Lehrgängen ist es, durch Vermittlung von Wissen das richtige Verhalten im Notfall zu trainieren und damit Leben zu retten“ erklärt Brandinspektor Frank Baier das Ausbildungsziel.

Derweil geht die Übung in ihre heiße Phase. Ausgestattet mit Atemschutz arbeiten sich die Angriffstrupps der Lipperbrucher Löschgruppe in dem vernebelten Haus vor. Die 15-jährige Lissan wartet wie im theoretischen Part erlernt im Wohnbereich auf die Retter. „Die Feuerwehrmänner haben meine Freundin und mich mit einer Fluchtschutzhaube ausgestattet und im Anschluss durch das leicht verqualmte Treppenhaus gerettet.“ berichtet sie im Anschluss sichtlich stolz von ihrem Abenteuer.

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Ein ganz anderes Abenteuer wartet derweil auf die lautstark um Hilfe rufenden Mädchen am Fenster. Um Andrea und Sahra sowie weitere Mädchen zu retten, setzt die Feuerwehr Steckleitern ein. Begleitet und gesichert von den Feuerwehrmännern klettert jedes Mädchen einzeln aus dem Fenster im Obergeschoß auf die Leiter und im Anschluss herunter. Eine Aufgabe, die nicht nur im Ernstfall viel Mut erfordert wie die lautstarke Unterstützung der bereits Geretteten deutlich zeigt.

Ausbilder Frank Baier freute sich im Anschluss über die tolle Leistung der Teilnehmerinnen und seiner Kameraden und dankte der Leiterin Rebecca Birkner für die Gelegenheit in der Einrichtung des Johannisstifts zu üben.

Text und Fotos: Dieter Dreier (Feuerwehr Lippstadt)

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